KSG Wüstwillenroth/Lich. – FSV Mernes 4:0 (1:0)

Im zweiten Auswärtsspiel der noch jungen Saison kassierten unsere Grün-Weißen Jungs die zweite Auswärtspleite, die am Ende mindestens zwei Tore zu hoch ausfiel.
Der Start in die Begegnung im tiefsten Vogelsberg verlief verheigungsvoll. Erst feuerte Flügelflitzer Oliver Bangert einen Warnschuss ab (2.), dann schlenzte Aurel Lingenfelder das Kunstleder aufs lange Eck (6.). Beide Male ließ sich der gut aufgelegte KSG-Keeper Alexander Heineck nicht bezwingen. Der FSV hatte deutliche Feldvorteile, pennte aber bei der ersten Offensivkation der Gastgeber komplett. Eine flache Ecke von Spielertrainer Matthias Dankiewitsch rutschte an Freund und Feind vorbei. Jasem Alhadari stand mutterseelenallein am Fünfmeterraum und hatte keine Probleme die Pille ins Tor zu befördern (21.).
In der Folgezeit waren Fernschüsse das Allheilmittel. Bei einem Dankiewitsch-Schuss packte FSV-Zerberus Radu-Ciprian Ilea beherzt zu (28.). Christian Desch jagte einen Freistoß über die Latte (30.) und Maximillian Ziegler scheiterte mit einem Knaller Richtung Torwinkel am überragend reagierenden Heineck (40.).
Ein Freistoß-Traumtor von Dankiewitsch stellte die Weichen auf Sieg für Hausherren. Die Kugel flog aus 25 Metern über die Mauer und senkte sich unhaltbar unter die Latte (53.). Die Elf von Trainer Tom Lingenfelder suchte ihr Heil weiterhin in der Offensive. Maximillian Ziegler wurde im letzten Moment geblockt (55.) und verzweifelte dann mit einem 20-Meterschuss nach Ablage von Lukas Amberg wieder an Heineck (60.), der auch noch einen Freistoß von Christian Desch parierte (63.).
Eine Fehlentscheidung führte dann zum vorentscheidenden 3:0. Szymon Linke erlief deutlich im Abseits stehend einen langen Schlag, umkurvte Torwart Ilea und schob ein (73.). Der FSV gab nicht auf, Heineck parierte einen strammen Versuch von Oliver Bangert im kurzen Eck (75.). Bei der anschließenden Ecke von Patrik Horn hatten die FSV-Anhänger den Torschrei auf den Lippen, doch Christian Desch setzte seinen Flugkopfball links vorbei. In der Nachspielzeit fiel noch das 4:0 durch Jochen Herchenröder, der einen Abpraller von Torsteher Ilea einschob.
Insgesamt keine schlechte Leistung des FSV, der aber beim 0:1 schlief und dann dem Rückstand hinterherrennen musste. Während die Hausherren ihre wenigen Chancen eiskalt nutzten, war der KSG-Kasten wie vernagelt.

Aufstellung: Radu-Ciprian Ilea – Constantin Ziegler, Christian Schultheis, Andreas Kruse-Röder – Oliver Bangert, Johannes Pfahls, Maximillian Ziegler, Aurel Lingenfelder – Christian Desch – Patrik Horn, Antonio Kreis.
Eingewechselt: Lukas Amberg, Pascal Müller.
Im Kader: Mario Sachs.

Tore: 1:0 Jasem Alhadari (21.), 2:0 Matthias Dankiewitsch (53.), 3:0 Szymon Linke (73.), 4:0 Jochen Herchenröder (90.).